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FAQ-Inhaltsübersicht

Grundlagen · Qualität · Schimmel · Dreiflanken-Haftung · Die Wartungsfuge


Grundlagen 

Dichtstoffe müssen auf den Flanken der Fuge ausreichende Haftung besitzen, um die zu erwartende Bewegung aufnehmen zu können, ohne dabei ihre Funktion zu verlieren. Besonderes Augenmerk wird auf Alterungs-, Witterungs- und Chemikalienbeständigkeit gelegt.

Vor der Ausführung müssen vier grundlegende Punkte geklärt sein:

• Die Verträglichkeit mit dem Material der Haftfläche
• Die Haftung an den Fugenflanken (evtl. unter Verwendung eines Primers)
• Die konstruktive Ausbildung der Fuge
• Die Verarbeitung des Dichtstoffes (durchgeführt
gemäß den Vorschriften des Herstellers und dem Stand der Technik, unter Beachtung gültiger Normen)

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Qualität 

Nicht jeder Dichtstoff ist für jede Aufgabe geeignet!

Aus diesem Grund gibt es eine Vielzahl von Spezialprodukten für genau definierte Anwendungen. Auch bei gleichen Systemen gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Fabrikaten. Der Hersteller hat durch die Zusammensetzung seiner Rezeptur maßgebenden Einfluss auf die Qualität des Endproduktes. Für Sie als Verarbeiter bedeutet das, dass die alleinige Angabe der Rohstoffbasis noch keine Aussage über die mechanischen oder chemischen Eigenschaften des jeweiligen Fabrikates gibt.

Zur Beschreibung der Materialeigenschaften stehen dem Verarbeiter Herstelleraussagen in Form von Datenblättern zur Verfügung. Die darin angegebenen Informationen sind aufgrund unterschiedlicher Prüfverfahren und -standards nur schwer bzw. nicht mit anderen Produktdaten vergleichbar.

Um sich schnell und objektiv ein Bild über die Qualität des Dichtstoffes machen zu können empfehlen wir die Zuhilfenahme von Normen (z.B.: DIN-Prüfnormen, DIN-EN-Normen, ÖNORM, etc.) Ein derartiger Vergleich ist in jedem Fall als fundiert und objektiv zu bezeichnen.

Fazit: Wer unsere geprüften Produkte verarbeitet - kauft Sicherheit. Das bedeutet für Sie konkret: Keinen Ärger mit Reklamationen und somit zufriedene Kunden und mehr Erlös!

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Schimmel 

Das Problem des Schimmelpilzbefalles trifft alle am Markt befindlichen RTV-1 Dichtstoffe. Deshalb sind unsere Produkte, wenn es das Anforderungsbild nicht ausschließt, fungizid (= pilzhemmend) ausgerüstet. Aber auch die fungizide Ausrüstung unterliegt in ihrer Wirkung der natürlichen Abnützung.

Bei einem Primärbefall muss die Schimmelspore bereits in der ersten Entwicklungsphase eine Substanz als verwertbaren Nährstoff vorfinden. Dies ist bei Dichtstoffen aber nicht möglich. Im konkreten Fall schimmelt daher nicht zuerst der Dichtstoff, sondern eine auf der Oberfläche vorhandene Schmutzschicht (z.B.: Textilstaub, Seifenresten, Fettdunst). Gerade sichtbare Schimmelpilze (schwarze bzw. gelbe Punkte) können meist noch erfolgreich von der Oberfläche des Dichtstoffes entfernt werden. Sehr effektiv zeigen sich chlorhaltige Reinigungsmittel.

Bei Sekundärbefall ist der Schimmel bereits im Dichtstoff verankert, so dass die gesamte Verfugung entfernt werden muss. Eine zusätzliche Desinfektion der näheren Umgebung der Haftflächen mit einer Lösung eines Desinfektionsmittels hat sich bestens bewährt. Die erneute Abdichtung muss in jedem Fall mit einem fungizid eingestellten Dichtstoff ausgeführt werden.

Bei allen Gegenmaßnahmen muss beachtet werden, dass damit die Ursache der Schimmelbildung selbst nicht beseitigt wird. Wenn also auf diesem Gebiet keine Gegenmaßnahmen (z.B.: Trockenheit, ausreichende Belüftung und Reinigung mit einem Desinfektionsmittel) ergriffen werden oder nicht ergriffen werden können, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die ersten Schimmelsporen wieder so weit entwickelt haben, dass der Schimmelpilz sichtbar wird.

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Dreiflanken-Haftung 

Um seine Aufgaben als bewegungsausgleichende Abdichtung erfüllen zu können, muss der Dichtstoff freie Bewegungsmöglichkeit haben. Dies ist gegeben, wenn das Dichtstoffprofil ungehindert den Zug- und Druckbewegungen zwischen den Fugenflanken nachgeben kann. Daher darf nur zu den Seitenflanken eine feste Verbindung bestehen. An der Rückseite, also im unteren (hinteren) Teil der Fuge, muss das Dichtstoffprofil frei beweglich bleiben. Wenn dies nicht gegeben ist, wird das Material überfordert, wodurch Kerbrisse im Dichtstoff entstehen, die bis zum vollständigen Durchreißen führen können.

Bei Abdichtungsarbeiten muss also dafür gesorgt werden, dass eine Haftung im hinteren Teil der Fugen nicht möglich ist. In den meisten Fällen wird die Tiefe der Fuge durch Hinterfüllmaterial begrenzt. Es werden dazu Produkte genommen auf denen Dichtstoffe keine feste Verbindung eingehen können z.B.: Profilschnüre aus Polyethylen (PE) oder Polyurethanschaum (PUR). In einigen Fällen ist die vorgegebene Fuge aber so flach, dass der Untergrund mit Folien (z.B.: aus PE) abgedeckt werden muss.

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Die Wartungsfuge 

Definition nach DIN 52 460 -Begriffe-

Die Wartungsfuge ist eine starken chemischen und/oder physikalischen Einflüssen ausgesetzte Fuge, deren Dichtstoff in regelmäßigen Zeitabständen überprüft und gegebenenfalls erneuert werden muss, um Folgeschäden zu vermeiden. Auch Dichtstoffe haben in ihrer Belastbarkeit Grenzen, die bei normaler Nutzung nicht erreicht oder überschritten werden.

Beachtet werden muss:
Die Wartungsfuge unterliegt nicht der Gewährleistung üblicher Verfugungsarbeiten. Dies hat zur Konsequenz, dass die Wartungsfuge bereits vor der Ausführung benannt und festgelegt sein muss. Welche Fuge als Wartungsfuge eingestuft werden soll, muss also schon im Angebot festgeschrieben. Ein “Nachkarten" im Schadensfall ist nicht möglich.

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